Die Umwelt verabschiedet sich

Genau 142 Tage ist der letzte Eintrag auf dieser Website jetzt her. Wird Zeit, daran was zu ändern. Am besten wieder was zur Umwelt!

Glücklicherweise durfte Ich auf Facebook mal wieder einen Post eines AfD-Abgeordneten ansehen, welcher mir sofort ein Thema zukommen lies.
In diesem Post ging es im generellen darum, dass der deutsche Anteil am weltweit nötigen Klimaschutz so marginal ist dass, es den Aufwand gar nicht rechtfertigen würde.

Klimaschutz allein haut nicht hin. Umweltsterben auch nicht.

Hierauf würde Ich direkt gern mal eingehen: Die Grundaussage des netten Herren ist gar nicht verkehrt. Tatsächlich ist der Anteil der von Deutschland verursachten CO2 – Emissionen bei weniger als 4%. Während die USA, China und Russland zusammen auf etwas mehr als 45% kommen, heißt dies nicht das Deutschland keinen Klimaschutz zu betreiben hat. Deutschland wird den notwendigen Klimaschutz also alleine nicht erreichen können. Aber 4% Emissionen ausstoßen oder nicht ausstoßen sind bereits 8% (Ich war in Mathe nie gut).
Das Argument “Die machen das nicht also machen wir das auch nicht!” kommt immer sehr gerne aus dem rechten politischen Spektrum und wird sehr häufig mit der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie verbunden, ganz getreu dem Motto “Der Klimaschutz kostet nur und brignt nichts”. Zum Glück gibt es noch anständige Leute auf diesem Planeten die kurzerhand mal den möglichen, dreizehnstelligen und somit billionenschweren, Gewinn berechnen.

Grundsätzlich wird der Klimaschutz nicht günstig sein und auch nicht günstiger werden. Egal in welchem Gebiet, jede Investition kostet Zeit und meist auch eine ordentliche Stange Geld. Je länger man auf eine notwendige Investition wartet, umso höher wird der spätere Schaden. Sehe Ich die Motorkontrollleuchte im Auto leuchten, sollte Ich das ganze mal checken lassen. Fahre Ich durchgehend damit über längere Zeit, riskiere Ich einen Totalschaden am Motor. Und die Motorkontrollleuchte des Planeten Erde leuchtet schon ein ganzes Stück.
Man hätte also durchaus einen “wirtschaftsverträglichen” Klimaschutz längst auf den Weg bringen können, und auch müssen. Da dies bis heute nicht getan wird, werden die entsprechenden Folgen immer gravierender.

Es ist durchaus möglich eine nachhaltige Industriekultur aufzubauen. Es sprießen bereits immer mehr Start-Ups aus dem Boden die sich mit nachhaltigen Geschäftsideen auszeichnen. Ein Großteil der Verbraucher ist sogar gewillt bis zu 15% mehr für Nachhaltigkeit auszugeben, warum also keinen Profit daraus schlagen und auf die Nachhaltigkeitsschiene aufspringen?

Die kaputte Autoindustrie

Absolute Lieblingsthematik ist ja immer die kaputtgemachte deutsche Wirtschaft. Und ja, gerade das so wichtige Know-How geht uns gerade ziemlich flöten. Die Gründerkultur in Deutschland schwächelt stark hauptsächlich aufgrund von Bürokratie und fehlenden Investitionen. Gerade Deutschland als Land ohne nennenswerte Rohstoffe muss sich also das verarbeitende bzw. produzierende Gewerbe halten und auch das entsprechende Know-How bspw. im Bereich Maschinenbau bewahren und fördern.
Die meisten klugen Köpfe wandern im Moment allerdings ins Ausland ab, gerade die USA sind für Gründer wahnsinnig interessant. Hier sehe Ich auch ein Versagen der deutschen Politik.
Von dem systematischen Zerstören der Wirtschaft wie Anhänger ander angeblichen Alternative oft reden, sehe Ich nichts.

Deutschland, deine Autos

Wenn Ich um den Globus herum frage “Was ist das Produkt das Sie mit Deutschland verbinden?” wird in fast allen Fällen “Das Auto!” die Antwort sein.
Oh Deutschland, du Land des Carl Benz, August Horch, der cleversten Mechaniken am Auto, der sportlichsten der Supersportlern. Nicht ohne Grund ist die Automobilbranche der mit Abstand bedeutendste Wirtschaftszweig in Deutschland.

Doch der Autoindustrie geht´s im Vergleich relativ schlecht. Dies wird sehr häufig auf ein Fehlversagen der Politik zurückgeführt mit den unterschiedlichsten Begründungen. Hier gibt es insbesondere zwei Punkte, die aber nie vom rechten Spektrum kommen: Der Handelskonflikt der USA mit China und die Handelspolitik von Donald Trump mit Strafzöllen, insbesondere die auf Aluminium belasten die Autoindustrie hierbei sehr.
Zuletzt verkaufte bspw. BMW fast jedes vierte Auto nach China. Ende 2018 ging der chinesische Markt, bis dahin der lukrativste Automarkt der Welt in der neueren Vergangenheit, um knappe 13% auf einen Schlag zurück. Seitdem ist keine Verbesserung der Situation in Sicht.
Diese zwei Punkte des politischen Versagens sehe Ich ein, die Rolle der Bundesregierung sehe Ich hier allerdings mehr als gering.

Die größeren Probleme der Autoindustrie sehe Ich bei A. dem Dieselskandal der inzwischen ja fast jeden Autobauer aus Deutschland betrifft und B. dem Verschlafen der Mobilitätswende.
Bevor hier jemand losschreit: Damit meine Ich nicht unbedingt den absoluten Umstieg auf E-Autos, wie dies zuletzt smart ankündigte. Ein elektrisches Auto ist in der Umweltbilanz nur so gut wieder der Strommix der die Batterie auflädt und die Effizienz & Nachhaltigkeit der Batterie.
Ich meine damit vielmehr das beinahe die gesamte deutsche Autobauerlandschaft weiterhin große Motoren & Autos baut die aus umwelttechnischer Sicht absolut unverantwortlich und unnötig sind anstatt auch auf kleinere, verbrauchsärmere Modelle zu setzen. Als Nebenpunkt würde Ich hier die fehlende Auswahl an alternativen Antriebsarten sehen. Während diese massiv boomen.
Hier sehe Ich massiven Nachholbedarf der deutschen Autobauer.

Alles in allem sollen es mit diesem kleinen Eintrag meine Pflicht schon wieder erfüllt sein. Neues Ziel für diesen Blog soll sein, mindestens bis Jahresende einen Eintrag/Artikel pro Woche zu schreiben. Über welche Themen wird sich ergeben.

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